NSM Super Match - Das leidige Problem mit den Spulen - Wer kann mir helfen?

  • Guten Tag zusammen,

    ich habe jetzt 3 Tage das Netz hoch und runter durchforstet, was meiner neuen Errungenschaft fehlt.
    Einiges hat mir weitergeholfen, anders noch mehr Fragen eingebrockt.
    Ausgangslage ist, das eine Spule vibriert (D8) und eine völlig untätig ist.


    Insgesamt sind 4 ELKO‘s sowie die Kondensatoren über den 5 Spulen bestellt und werden - im besten Fall noch diese Woche - eintreffen und eingebaut.
    Bei den 4 Elkos kommt Elektrolyt aus der Bohrung und bei den Kondensatoren von D7 sowie D8 lief ebenfalls schon Zeug raus.

    Des Weiteren habe ich aktuell das Problem, dass eine Spule gar nicht mehr tätig ist.

    Die 5 Spulen haben ich durchgemessen und folgende Werte erhalten:
    D7 - Problemspule, kein Wert & untätig
    D12 - 3,38
    D4 - 3,59
    D10 - 3,34
    D8 - 3,08 (losgelötet)


    Nun meine Fragen:
    #1: gehe davon aus, das alle funktionierenden Spulen (vielleicht D8 grenzwertig) noch im Toleranzbereich sind und die Vibrationen von D8 am defekten Elko oder auch Kondensator liegt?

    #2: Gibt es jemanden, der mich mit einer Ersatzspule versorgen oder gar einen Kontakt hat, wo man heute noch sowas wickeln lassen kann. Habe ein paar Infos dazu aufgeschnappt, stellenweise aber sicherlich bereit verjährt. Ich würde mir dies auch selbst zutrauen, jedoch zum HowTo nichts gefunden.

    Die eine Spule ist sehr wahrscheinlich das Letzte, was mich danach von einem voll funktionstüchtigen Automaten abhält.


    Freue mich sehr, wenn ich hierzu Unterstützung von Euch bekomme.

    Beste Grüße,
    Mike

  • Alle Elkos haben es hinter sich auch der am Zählrelais und am Freispiel Relais . Spulen sind seit Jahren ein Problem und das Schreibe ich auch seit Jahren schon so . Die gehen einfach kaputt uns es funktioniert nur wenn man den alten Spulenkörper neu wickelt . Alles andere Funktioniert nicht da es die Spulenkörper nicht mehr gibt . Das gilt auch den Spulenkörper der Relais Spulen . Wickeln macht Inga Veith oder jede andere Interessierte Spulenwickelei . Daten stehen ja auf den Spulen drauf ( evt. nen Stück Draht mit beilegen ) in sofern ist das das kleinste Problem nur musst du halt die 22.000Wdg. da runter ziehen .

    Es könne auch noch Dioden defekt sein und wenn die Elkos ganz Platt sind rauchen die 5W Keramik Widerstände ab .

  • Hallo Schrotti,

    danke für Deine Antwort!

    Welcher Elko ist für was?
    Der ganz links C2 kommt neu, rechts die vier kommen alle neu abgesehen von oben rechts C5. Die anderen 3 haben auch leider keine Kennzeichnung. Kannst du mir verraten, für welche Funktion oben links, unten links und unten rechts zuständig ist?

    Zwei Spulen habe ich heute bereits in Wicklung gegeben.

    Wo finde ich die Dioden und die angesprochenen 5W Widerstände? Sind das die auf der braunen Leiterplatte?
    Den einzigen Widerstand denn ich dort getestet habe war der 1K 2W, der ist mit 1,05k noch im grünen Bereich.

  • Tja das ist ein bisschen schwierig . Im Netz geistert nur ein Plan rum aber besser als nix . Es gibt aber einen zweiten , Problem ist aber die sind beide fehlerhaft bzw. der zweite ist zudem so Chaotisch gezeichnet das man ohne Erklärung damit nicht klar kommt . Leider hat man für diese Geräte mehrere Schaltungsänderungen gemacht das aber nicht ausreichend Dokumentiert . Daher ist es auch so schwierig da eine genaue Erklärung für zu machen da Unterschiedlich viele Dioden und Widerstände verbaut worden sind . Es gibt sogar eine Version mit gänzlich anderen Spulen und zwei Relais weniger .


    Wenn man vom Plan 108B ausgeht ist :
    C1 50-100uf 350V Abfallverzögerung für Tor Relais D1
    C2 50-100uf 350V Glättung der 300V
    C3 50uf 350V Abfallverzögerung für Relais Ecke links D9
    C4 50uf 350V Abfallverzögerung für Relais Ecke rechts D11
    C5 1.000 uF15V für die Glättung der Kleinspannung für das Zählrelais
    C6 50-100uf 15V Abfallverzögerung für Premien Relais D14
    Der Kondensator am Zählrelais ist dort garnicht eingezeichnet .

    Wenn ich mir deine Bilder so anschaue sind zwei der 220 Ohm 5W Widerstände oben auf der Platine zu sehen einer müsste auf der Rückseite am einzelnen Becher Kondensator sitzen . Darunter könnte der 1K 2W sein danach kommen die Dioden . Wie gesagt je nach Steuerungsversion ist das ganze immer wieder mal anders aufgebaut . Ich hab mittlerweile 6 verschiedene gezählt und da die Plan Bezeichnung mit 108B beginnt dürfte es auch eine Ur-Version mit 108 also sozusagen 108A geben . Sonst macht die Bezeichnung 108B ja keinen Sinn .

    Nochwas zu den Kondensatoren ich hab bisher immer nur 50uF 350V verbaut gesehen und keine mit 100uF 350V . Das muss aber nix bedeuten von den Kisten sind soviele gebaut worden da gibt es bestimmt auch welche mit 100uf anstelle von 50uF . Zu den vier auf dem Blech , oben rechts ist C5 . Links neben C5 steht C3 und unter C5 befindet sich C4 . Somit sitzt unten links der C1 . Wie gesagt kann Variieren mit etwas Pech ich Trau denen da nicht .

  • Danke für Deine Unterstützung, das hilf mir sehr!

    Was ich die letzten beiden Tage erledigt habe:

      [*]Eine Spule manuell mit der Makita gewickelt. Mit 0,1mm Draht „bis nix mehr drauf passte“. Im Ergebnis 3.35 und die läuft jetzt einwandfrei. [*]Alle Kondensatoren über den Spulen ersetzt.[*]Die 4 Elkos ausgenommen C5 sind neu.


    Der Automat ist jetzt frei vom Brummen und vibrieren.

    Was jetzt mein Problem ist, dass beide parallel geschalteten Spulen (D7 und D8) vom Tor-Bonus, die zuvor wie wild vibriert haben, nun statisch komplett eingezogen sind. Die stehen jetzt pausenlos unter Strom, sobald das Gerät am Netz ist.

    Rein optisch schaltet das Tor-Relais eindwandfrei.
    Könntest Du Dir zu diesem Symptom ein Problem erklären oder was ich wo mal durchmessen/prüfen kann?

  • Es sollte weder D1 noch D2 & D3 angezogen sein .
    Wenn es D3 an sich wäre dann würden darüber auch die beiden Relais D9 & D11 ( Relais Ecke links und rechts ) uns somit auch die Spulen D10 & D12 anziehen . Daher kann man das schon nahezu ausschließen das Relais D3 selber angezogen hat . Da kommt höchstens noch ein daran falsch eingestellter Kontakt in Frage .

    Bei Relais D1 sollte eigentlich auch das Zählrelais D5 und die Klingel D6 unter Dauerspannung stehen . Es kann aber sein das die 2,5A mtr. Sicherung für die Kleinspannung durch ist bzw. hatte ich da schon häufiger Probleme mit einem Oxydierten Sicherungshalter . Sonst kommt hier ebenfalls nur ein falsch Justierter Kontakt in Betracht .

    Achtung !!! Ich kann es nicht oft genug Schreiben . Die Elkos speichern ihre Ladung mit unter über Tage . Du machst die KIste also Spannungslos und fummelst darin rum und auf einmal kommt der Zonk . Bevor du also irgendwas darin machst auf jeden Fall alle offen Relais einmal mit irgendwas Isolierten betätigen . Nicht Erschrecken bei zwei Relais ziehen durch die geladenen Elkos weitere Relais bzw. Spulen an .

    Unten von links nach rechts , befindet sich links das Zählrelais D5 , gefolgt von Relais D2 , D3 , D1 und das kleine Relais ist D14 . Oben die beiden Relais sind links D9 und rechts D11 . Die Klingel ist D6 und das Zählwerk darunter ist D13 .

  • Daher kann man das schon nahezu ausschließen das Relais D3 (D1, D2) selber angezogen hat . Da kommt höchstens noch ein daran falsch eingestellter Kontakt in Frage.
    Es kann aber sein das die 2,5A mtr. Sicherung für die Kleinspannung durch ist ...


    Genauso sollte er bei der Fehlersuche vorgehen, top erklärt.
    Den Fehler mit der Sicherung für die Kleinspannung kannte ich noch nicht. Wenn die gleich wieder durchbrennt ist die Ursache natürlich wo anders zu suchen.

    Gruß aus der Rattenfängerstadt
    Bitte keine Anfragen per PN ohne vorher einen Beitrag zu erstellen!

  • Sorry , ist ein bisschen Missverständlich geschrieben .
    Wenn Spule D1 dauerhaft anzieht aber Zählrelais D5 und Klingel D6 nicht dann ist wahrscheinlich die Sicherung 2,5A mtr. durch . Wobei die defekte Sicherung nichts damit zu tun hat das D1 anzieht sondern nur damit das D5 und D6 keinen Mucks machen wenn D1 arbeitet .

    Wie gesagt ich vermute einen schlecht Justierten Kontakt .

  • Danke Euch!

    Kein Relais ist angezogen.
    Habe Probehalber einmal all die dazugehörige Verkabelung geprüft und konnte keinen Fehler entdecken.

    Dann habe ich das Torrelais D1 für die beiden Problemspulen „entfernt“, indem ich das rot/gelbe Kabel an dessen Kontakt entfernt habe.
    In diesem Zustand läuft alles, außer eben die Freigabe bei TOR.

    Ich habe tatsächlich Spannung auf dem einen Kontakt bei D1, obwohl das Relais nicht angezogen ist.
    Die Plättchen am Torrelais (Fachbegriff unbekannt) haben jedoch oben keinen Kontakt zueinander.

    Ich messe zwischen den beiden Punkten 6k Ohm. Das reicht aus, dass von den 300V da noch gut Dampf durchgeht, dass die Spulen anziehen.


    Ich vermute, dass auslaufendes Elektrolyt in das Relais gelaufen ist. Kommend von einem damals defekten Elko darüber.
    Man sieht stellenweise die Laufbahn davon.


    Reinigungsversuche mit Essigessenz und Kontaktspray waren bisher vergebens.
    Ich werde versuchen müssen, das Relais einmal vollständig zu zerlegen. Oder habt Ihr hier noch andere Tips?

  • Bäh , fieser Fehler . Du kannst nach so einem Relais hier Suchen .
    Die wurden auch in diversen Geldspielern vor 1970 verbaut ( drei allein im
    Fortuna ) . Sowie in Zentralen von NSM Musikboxen mit 130 Wahlen ( vor
    1970 ) . Da passt dann zwar nicht unbedingt die Spule aber die Nylon
    Isolation der Kontaktblätter ist gleich .

  • Hallöchen, wollte zwecks der Belegung der Widerstände/Dioden auch mal meinen Senf dazugeben. Bei mir sieht das folgendermaßen aus

    Gilt da dann der eingestellte Plan auch noch? Gerade R4 sieht nicht gesund aus...ist offen. Sieht aber nicht nach einen 220 Ohm Widerstand aus (leider nichts mehr auf dem Widerstand zu erkennen!).

    Bin für jeden Tipp dankbar!

    Beste Grüße

    Mathias

  • Genau das ist das Problem , Melchers bzw. NSM/Löwen hat die Kisten in verschiedenen Varianten gebaut . Immer ein wenig hier und da Modifiziert aber nichts wirklich Dokumentiert wie es eigentlich Üblich wäre . So von wegen Gerätenummer von bis hat das drin , oder Steuerung gibt es so , so und so .

    Bei dir ist es so wie im Plan gezeichnet BY 3 , BY 4 und BY 6 hängen paralell später hat das eine Diode gemacht . Man hatte wohl zur Konstruktions Zeiten keine Diode die das alleine hätte leisten können . Ob R4 wirklich ein 220 Ohm mit 5W sein muss kannst du Relativ einfach heraus finden . Ich hatte ja die Positionen der einzelnen Relais beschrieben . Prüf doch einfach ob eine Seite von dem Widerstand an Relais D11 geht . Ich geh aber davon aus das Elko C4 auch durch ist .

    Ich schreib es gern noch mal . Baut da neue Elkos rein , die haben es hinter sich .

    Nur mal aus Neugier wie soll denn bei dir ein 220 Ohm Widerstand aussehen damit er für dich Optisch als ein 220 Ohm Widerstand durchgeht ? ;frage

  • Der Widerstand R4 liegt parallel mit dem Kondensator C3 an der Sicherung Si1. Eine Diode und ein 5Ohm Widerstand sind nachgeschaltet zur Si2, so das R4 und C3 die Halbwelle der Netzspannung dämpfen und glätten sollen. Dafür sind die im Plan angegebenen 50 kOhm 2Watt plausibel.

    Auf der Abbildung von Miwie89 (erster Beitrag) ist dort ein 220 Ohm Widerstand eingesetzt. Auch die andere Widerstände entsprechen dort nicht den Angaben laut Schaltplan. Ich halte es für zwingend notwendig, die Bauteile auf ihre richtigen Werte zu prüfen und ob die Bezeichnungen und die Verdrahtung mit dem Stromlaufplan übereinstimmen.

    Wenn R3 aus der Abbildung von Miwie89 wirklich dem Relais D5 vorgeschaltet ist, ist der Strom über 220 Ohm viel höher, als über die vorgesehenen 2kOhm.

    Dieses Durcheinander ist der damaligen Reperaturweise vor Ort geschuldet. Wenn dort die Relais nicht zuverlässig gearbeitet haben oder brummten, wurde einfach ein kleinerer Widerstand genommen. Ials nächstes waren dann die Spulen überlastet. Die wirkliche Ursache waren aber die Kondensatoren welche ermüdeten.

    Gruß aus der Rattenfängerstadt
    Bitte keine Anfragen per PN ohne vorher einen Beitrag zu erstellen!

  • @ Rattenfänger

    Ist schon in Ordnung lieber einer zuviel als einer zu wenig .

    Welchen Plan von Miwie89 meinst du ? Ich sehe nur den Schaltplan den du eingestellt hast und da gehört R4 zu C4 und nicht zu C3, siehe Position zwischen 24 und 25 . Und Sicherung 2 ( ich denke du meinst 1.2 mit 2,5A T ) ist für die Kleinspannung .

  • Nochmal sorry, ich habe gestern spät Abends im falschen Plan (Football) gesucht.
    Nach dem Plan vom Supermatch ist der 220 Ohm für den R4 doch richtig!
    Der R3 sollte ebenfalls 220 Ohm haben.
    Der abgebildete R2 von Flippersammlung sollte jedoch ein 1 kOhm sein.
    In den Abbildungen von @Miwie sind di richtig eingebaut.

    Gruß aus der Rattenfängerstadt
    Bitte keine Anfragen per PN ohne vorher einen Beitrag zu erstellen!

  • Hi nochmal,
    habe jetzt die Verdrahtung nachverfolgt und folgendes festgestellt:
    R2 soll bekanntlich 1KOhm/2W sein, ist aber 220 Ohm verbaut
    R3 sollte 220 Ohm sein, ist jedoch ein Widerstand mit 66 Ohm verbaut
    R4 Soll 220 Ohm sein, ist auch verbaut!
    Kondensator C4 hat, wie vorausgesagt, einen Treffer (Elektrolyt tritt aus)
    Gibt es solche Kondensatoren eigentlich noch als "Einschraub-Form" ?
    Es weiteren sind 4 von 5 der 47nF/1000V Kondensatoren über den Spulen abgezwickt worden!
    Spule D8 ist hinüber und wird demnächst gewickelt.

    Das wäre meine Bestandsaufnahme

    Beste Grüße
    Mathias

  • Ja F&T baut die immer noch , aber die kosten . ;heul
    Du kannst die bei Jan Wuestens kaufen . Wäre zumindest der wo Privatleute was bekommen .

    Die 47nF brechen auch einfach ab . Gehören eh neu aber um das zu machen sollte man schon geübt mit dem Lötkolben sein . Die Lötösen der Spulen sind noch schneller rausgeschmort als bei Flipperspulen . Von daher am Kondensator abkneifen und dann Print Variante an die Reste anlöten .

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!