NSM Steuereinheit 95

  • Hallo Zusammen

    Ich habe mir einen gebrauchten "triomint" gekauft mit der "NSM Steuereinheit 95". Wollte den erst nur als Deko für einen Escape Room den ich baue, aber jetzt möchte ich den irgendwie doch zum laufen bringen.

    Erst hatte ich den Error Code "E06" (hopper leer), als ich ihn eingesteckt hatte. Später hatte ich den Reset Button gedrückt und seit dem kommt gar nichts mehr auf dem Display. Die LED auf dem Board "Rechner" hat nie geleuchtet, 5V kommt aber noch.

    Hat mir jemand einen Tipp wo ich ansetzen könnte, ist das Teil komplett zerstört oder allenfalls nur die Batterie. Ist mir auch klar, dass eine Diagnose in diesem Stil eher schwer möglich ist, aber allenfalls hat mir ja jemand einen Tipp.

    Danke tausend, Thomas.

    PS. Ich habe drei Bilder angehängt, Automat von aussen, die Steuereinheit zu und einmal die Platine drunter.

  • Hallo, Thomas,
    eine Batterie gibt es hier noch nicht!
    Mach erst mal grundsätzliche Prüfungen. Wenn Du die Steuereinheit nach vorne drehst (am besten mit einer Schnur an der Tür festbinden), kommst Du an die Versorgungseinheit. Hier die Sicherungen überprüfen. Die Messpunkte der Versorgungsspannungen sind auf der Platine markiert. Beim Messen beachten, dass auch Wechselspannungen dabei sind.
    Gruß
    Werner

  • Bei dem, was ich auf dem Foto erkennen kann, kommt mir die Steuereinheit eigenartig vor. Ich kann es allerdings nur aus dem Gedächtnis beurteilen, weil ich real keine Steuereinheit vor mir habe.
    Nach meinem Kenntnisstand müssten sich rechts vom 3. Eprom die 9 Treibertransistoren für die Auszahlmotore befinden. Wurde da etwas ausgelötet?

  • Hallo,

    nein, die Lötstellen auf diesem Foto scheinen original zu sein.
    Rechts vom 3. Eprom (das IC mit dem Etikett, wo u.a. "3" draufsteht) ist ein Block mit 9Transistoren, von denen ich nur einige erkenne. Ich habe mal versucht, mit STRG u. + etwas zu vergrößern und sehe, dass die Transistoren, T210, T212, T213 u. T205, T206, T207 nicht eingelötet sind. Auch die entsprechenden Freilaufdioden und die Vorwiderstände für die Basis der gen. Transistoren fehlen, was insgesamt konsequent ist und original zu sein scheint.
    Da die Rechner-LED nicht taktet, rate ich Dir, erst mal alle Spannungen zu überprüfen. Der Stecker, durch den die Steuereinheit mit Strom versorgt wird, ist Stecker 2A. Bei den Steuereinheiten 95, die ich kenne, ist die Pinbelegung folgende:
    01= Masse 2; 02=+15V; 03=+76V; 04=+5V; 05=Netz; 06=Masse 1.
    Wenn die Spannungen alle i.O. sind, wird es schwierig herauszufinden, warum die CPU nicht arbeitet (LED203). Eine Timekeeper mit Batterie gibt es hier noch nicht, das erledigt hier ein EAROM ER 1400, der auf der Platine gesockelt zu sein scheint.
    Gruß
    Werner

  • Nachtrag:
    Ich habe mir das Foto der Frontscheibe des Gerätes, das ich bislang nicht kannte, noch einmal angeschaut. Nach meiner Einschätzung könnte es ein Punktespieler ohne Auszahlung sein.
    Das wäre eine Erklärung für die vielen Bauteile, die ich auf der Platine vermisse: sie sind allesamt für die Ansteuerung der Auszahlmotore zuständig, die ja ein solcher Punktespieler gar nicht hat und somit auch die Bauteile nicht braucht. Mach mal ein Foto von der herausgezogenen und herausgeklappten Münzeinheit (2 Blattfedern betätigen).

  • Hallo, nein das ist kein Punktespieler, das ist ein NSM Geldspielautomat für den Schweizer Markt mit zur damaligen Zeit schon sehr modernen Hopperauszahlung,
    war damals in allen NSM Pultgeräten die für den Svhweizer Markt hergestellt wurden.

    Gruß
    sven3000

  • Hallo, Sven,
    interessante Info! Danke! Es fehlen ja nicht alle Transistoren, sondern die für Auszahlung einer Münzsorte scheinen noch drin zu sein. Vielleicht wird damit der Hopper angesteuert.
    Wird er mit 1-Franken Münzen bespielt?
    Gruß
    Werner

  • Hallo, ja der funktioniert mit 1 Franken Münzen

    ( Scherz an : Vorteil man muss nichts umbauen auf Euro, Währung gibt es noch, Nachteil in den Hopper geht kräftig was rein an Münzen. Scherz aus )

    Zwischen Steuereinheit und dem Hopperkasten ist bei dem Gerät der Motor für die Auszahlung und noch eine Platine mit Verteilung und sonstiges verbaut, wenn ich`s noch richtig weiss war,wird diese Auszahlungseinheit sogar mit 220 V bedient.


    Im großen ganzen müsste man wohl die Technischen Unterlagen mit Stromlaufplan zu diesem Gerät haben , da sich die Schaltung der Auszahlung von den Kisten für Deutschland gravierend unterscheidet.


    Es gab da drei Kisten für die Schweiz in den 80 er Jahren


    Triomint Brillant


    Triomint Brillant Super ( ihm seine )


    Triomint Tutti Frutti


    Gruß

    sven3000

  • Herzlichen Dank für all eure Antworten. Ich habe heute morgen nochmals reingeschaut und auch versucht die Anschlüsse zu überprrüfen. Scheint aber wirklich so ohne Schema wirds schwierig und zweifle auch etwas, dass ich das hinbringe. Bin da mehr auf der Arduino Schiene, würde eher alles rausreissen und es mit neuen Komponenten versehen :). Wir haben zusammen mit dem auch noch einen zweiten gekauft gebraucht, aber der macht eben auch keinen Wank. Anbei die Bilder.

    Denke ich verkaufe die Teile wieder oder stelle sie in den Keller, bzw hat es hier jemand der mir die Geräte reparieren könnte? Wir sind in der Zentralschweiz.

  • Hallo, und guten Morgen,

    ja, in den Hopper geht ordentlich was rein! Ich habe gestern Abend in einem Schweizer Forum noch eine Technische Anleitung gefunden, allerdings ohne Schaltpläne, und da beim Überfliegen etwas von 800 Franken Hopperinhalt gelesen. Ansonsten scheint alles wie bei den deutschen Geräten zu sein: oben der Vorprüfer mit Münzsperrmagnet, darunter wohl der eigentliche Münzprüfer, gefolgt von einer Münzrutsche zum Hopper.
    Ich fände es schade, das Gerät in den Keller zu stellen, und würde dazu raten, doch grundsätzliche Prüfungen (Sicherungen und Versorgungsspannungen) durchzuführn, da ja beim ersten Einschalten wohl noch ein "Lebenszeichen" zu registrieren war. Oft ist es nur ein Elko in der Versorgungseinheit, der durchgeschlagen ist und das Gerät lahmlegt. Wie gesagt, auf der Versorgungseinheit sind die Messpunkte für die Spannungen und ihre Werte aufgedruckt, auf der Steuereinheit sind die Steckverbingungen gekennzeichnet (hier mit Sicherheit 2A). Bei allen Steuereinheiten der 95er Technik ist Steckverbindung 2A die Spannungsversorgung der Steuereinheit
    Noch interessanter und vor allem älter scheint mir das zweite Gerät zu sein: es ist ein Abkömmling des "mint", dem ersten digitalen GSG, das NSM auf den Markt gebracht hat.
    Gruß
    Werner

  • Hallo, ja wäre schade die Kisten zu schlachten , da doch in der Schweiz es mehrere Automatenfirmen gibt die auch Reparaturen für Privat anbieten für diese älteren Geräte.

    Wenn nicht , dann ins Schweizer RICARDO und weg damit.

    Die etwas älteren waren in der Schweiz , NSM Triomint und NSM Magic Mint

    die wurden zeitgleich mit der bei uns bekannten NSM Mint und NSM Mint super gebaut.


    Noch so als kleine Info, auch

    Reichert /Orion , Hellomat, Wulff Apparatebau auch später noch Bally Wulff haben Geräte für die Schweiz gefertigt.


    Gruß
    sven3000

  • Servus Thomas, du hattest mich über eine andere Adresse angeschrieben und um Hilfe bezüglich der Reparatur deines Brillanten gebeten.
    Schaltpläne habe ich von diesem Gerät keine, ich besitze lediglich ein Servicehandbuch vom Brillant, dem Vorgängermodell. Diese sollten aber Identisch sein.

    Deine Fehlerbeschreibung E.6. wird im Serviceheft wie folgt beschrieben:

    Hopper leer! Der Fehler kann nur durch den Schlüsselschalter aufgehoben werden! Weiter heißt es: Prüfen, ob die Hardwareüberwachung auf der Steuereinheit angesprochen hat. Der Fehler ist in diesem Falle nur durch 2 Sekunden Netz aus, nicht durch Reset zu beheben!
    Was ich dir aus meiner Erfahrung sagen kann ist, das wenn die zweite rote Diode auf der CPU nicht leuchtet oder Blinkt , dann die CPU hinüber ist. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn du kannst jede Steuereinheit 95 aus einem anderen funktionsfähigem Gerät nehmen und die Eproms umstecken.

    Des weiteren gibt es auf den 95er CPUs keine Batterie, da muss also nichts gemacht werden. Dies hat dir ja schon einer meiner Vorredner mitgeteilt. Was ich bei einem solchen Fehler noch mache ist das Netzteil zu tauschen, bzw vorab sämtliche Sicherungen auf dem vorhandenen Netzteil tauschen und prüfen ob der Fehler beseitigt ist dadurch.
    Ich habe das Servicehandbuch vom Brillant in Kopie nochmal da und kann es dir gerne gegen Portoübernahme zuschicken.
    Viele Grüße Andreas

  • Was ich dir noch anbieten kann ist deine CPU im Gerät zu überprüfen. Dazu müsstest du sie mir zuschicken und ich checke sie in meinem funktionierenden Gerät. Wenn du Glück hast dann habe ich eventuell bei meinen Ersatzteilen sogar noch eine andere funktionsfähige CPU 95 da, in die ich die Eproms umstecken und ebenfalls testen könnte.
    Und falls du dich zu einem Versand entschließen solltest wäre es sinnvoll gleich das Netzteil auch mitzuschicken damit die Elkos gecheckt werden können. Beides bekommst du natürlich wieder zurück wenn ich mit der Überprüfung fertig bin.
    Sag mir Bescheid was du tun möchtest.
    Viele Grüße
    Andreas

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