Ich habe ja schon seit einigen Jahren einen Merkur Multi Ergoline mit den 6 Spielen.
Anfangs hat mir die Kiste auch Spaß gemacht, aber leider hält der Spielspaß nicht lange bei der Kiste. ![]()
Die Spiele werden sehr schnell langweilig, das nervige rüber buchen, immer die gleichen Sounds, langweilige Beleuchtung (nur rot?!?) und immer die Angst „Wie lange hält die Datenbank noch?“ ![]()
Das Gehäuse und der Touch-Monitor allerdings gefällt mir immer noch sehr gut, darum hab ich schon lange im Gedanken ein Projekt geplant gehabt und bin schon mittendrinn!
Ich baue mir aus dem Multi einen eigenen Automaten!
Nicht eine neue „BookOfRa-Gähn-Kiste“, sondern ich nehme mal den Begriff „Playstation mit Münzgrab“ etwas ernster! Ich baue mir eine Arcade-Kiste!
Ich will euch natürlich nicht den Umbauvorgang vorenthalten, darum zeige ich euch hier nun alles Schritt für Schritt ![]()
Zu allererst habe ich die untere Scheibe ausgebaut, die Buttons würden da nur stören…
Auch im inneren fliegt alles, was ich nicht mehr brauche raus… [definition=7]Backpanel
Glas… naja, für mein Projekt kann ich die untere Scheibe nicht verwenden. Ich brauche die "Scheibe" aus einem Material, was ich bohren und belasten kann.
Meine Wahl fällt auf Holz, welches auch noch die gleiche Dicke, wie die Scheibe hat.
Zwar habe ich die Scheiben auch per CAD erfasst, aber ich war diesmal faul und habe die Scheibe als Schablone verwendet und die Umrisse einfach auf das Holz übertragen.
Mit meiner Handkreissäge habe ich dann das Holz ausgeschnitten.
Nun kam die Holzplatte in die Tür rein. Den Touchmonitor habe ich auch wieder eingebaut.
Hier mal der Blick „unter der Haube“. Die Aluwinkel, die die Scheibe früher hielten, halten nun die Holzplatte richtig sicher und fest. Den Monitor habe ich auch um ein Tastenfeld erweitert, denn ohne das [definition=7]Backpanel
Nun, es soll ein PC da hinein! Aber VORSICHT: Der Anstrich im inneren des Automaten ist elektrisch leitend! Würde man das Mainboard oder andere elektrische Teile blank an die Rückseite anschrauben, wäre ein Kurzschluss vorprogrammiert!
Also habe ich das Mainboard mit Abstandshalter ausgerüstet. So knallt da nichts durch!
Und da hängt es nun, mein altes Mainboard, aus meinem alten PC.
Es ist ein i7-Prozessor der ersten Generation und 4GB RAM drauf.
Ihr wundert euch, warum noch der Münzeinwurf die Taiko-Kasse und der Kabelkanal vorhanden ist?
Dazu komme ich noch später
… noch ist da ja soooo schön viel Platz…
Das Mainboard braucht ja auch Energie, also habe ich ein Netzteil![]()
Eine kleine passiv gekühlte Grafikkarte und 2 selbstgebastelte ADP>VGA Adapter kamen noch dazu.
Nun habe ich 2 CF-Karten-Laufwerke installier. Auf diesen Karten werden später die Spiele abgelegt.
Eigentlich wollte ich auch eine der Karten als Boot-Laufwerk verwenden, aber leider lassen sich die CF-Karten nicht auf NTFS formatieren und laufen nur als FAT32. 
Ich habe einen 4GB-Speicherriegel verbaut und lasse ein 32Bit-System drin takten. Darum ist der nutzbare RAM auf 3,5GB beschränkt. Die Auslagerungsdatei, die das System aber anlegen möchte beträgt das 1,5-fache vom RAM. Also in diesem Fall 5,25GB… FAT32 hat aber eine 4GB-Dateigrößenbeschränkung… Von Hand lies sich das leider nicht ändern, da beim Hochfahren immer zig Fehlermeldungen kamen (Auslagerungsdatei zu klein oder beschädigt blahblah).
Viel verlorene Zeit… und XP war mit dem Touch auch nicht so die richtige Wahl.
Zum Glück hatte ich noch eine unbenutzte 2TB-HDD hier rumliegen, die ich als Reserve für meinen Home-Server gekauft hatte.
Sieht nun schon etwas chaotischer aus, aber der frei rumhängende USB-DVD-Brenner ist nur für das Setup angeschlossen ![]()

Grundsystem ist nun installiert und der Doppelmonitor eingerichtet! Beide Monitore laufen mit einer Auflösung von 1280x1024 und sind „virtuell“ vertikal miteinander verbunden.
Natürlich musste auch erst mal der Touchscreen kalibriert und getestet werden! ![]()
Der verbaute Touch-Controler läuft mit dem Standart M3TochWare-Treiber.
Hatte ich vorhin nicht noch so schön viel Platz? Es war ein mal ![]()
Der ADP-Lautsprecher ist übrigens am „PC-Speaker“ Anschluss (für die BIOS-Beep-Codes) verbunden.
Ein Arcade wird mit Joysticks und Feuerknöppe bedient… also brauche ich ein Pult!
Hier habe ich mal die Oberfläche entworfen:
Und nun ist auch klar, warum ich die Glasscheibe durch die Holzplatte ersetzt habe!
In Glas lassen sich Winkel so schlecht reinschrauben und von der Belastung mal ganz zu schweigen!
Ein Langloch dient später als Kabeldurchführung!
Um später bei geschlossener Tür eine Tastatur oder ein USB-Stick (z.B. mit Musik) anschließen zu können, habe ich einen externen USB-Port eingebaut.
Unten soll man ja das Kabelchaos nicht sehen können, also kommt da auch ein Deckel drunter!
Mal nebenbei angemerkt… es entstand eine gewaltige Menge Dreck und Staub
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Habe leider keine Keller wo ich sägen oder werken kann und auf dem Balkon erzählen mir die Nachbarn was anderes, wenn ich da mit der Handkreissäge rumhantiere ![]()

Ich konnte es nicht abwarten… Ich MUSSTE einfach mal sehen, wie das so wirkt, wenn Joysticks und Taster eingebaut sind.
Und von unten…
2 billig 0815-Joypads habe ich hierfür gekauft und geschlachtet. Die zwei Analog-Sticks verraten die Position, wo noch der Rest der Platinen hängt
Ich brauche ja nur die 4 Digital-Richtungen und die Aktionstasten.
Die Joypads wurden also auf das nötigste reduziert ![]()

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