Hallo zusammen,
nachdem ich ja vor einiger Zeit einen defekten Bally MultiGame (Scheibe gerissen und Batterie auf der I/O Karte leer) geschenkt bekommen habe und sich die Reparatur ja bei diesen Geräten als sehr kostspielig erweist habe ich mir Gedanken was man mit so einem Gerät noch machen kann.

Der Touch-Monitor hat ja noch seine volle Funktion. Also irgendwas muss da rein in das Gehäuse. Etwas mit Musik wäre nicht schlecht.
Erst mal habe ich beim Schreiner meines Vertrauens eine passende neue „Scheibe“ anfertigen lassen.

Dann wieder ein paar Tage nachgedacht wie man das realisieren kann. Die neue „Scheibe“ mit Farbe besprühen und dann ein paar bunte Aufkleber drauf… na ja nicht so gut die Idee. Dann mal über eine komplette Beklebung der „Scheibe“ nachgedacht. Ein wenig in einem Poster Shop gestöbert und ein paar Motive angeschaut. Entschieden habe ich mich für das Motiv hier…

Dann habe ich mir einen alten Pentium PC (P4, 2,0 Ghz, 2 GB Ram) geschnappt und getestet ob der noch funktioniert. Windows XP drauf gespielt und festgestellt der PC funktioniert noch. Kurzerhand den Multigamer von seinen Innereien befreit und den zerlegten PC in das Gehäuse eingebaut.

Das Grundgerüst steht schon mal.... ![]()
Dann mal im Internet auf die Suche nach einer Touch Jukebox Software begeben. Nach intensivem forschen bin ich bei der Software von Zenpoint ( http://www.zenpoint.org ) hängen geblieben.
Das ist zwar eine kostenpflichtige Software aber diese ist jeden einzelnen seiner 35 Dollar wert. Das Music Center ist genial aufgebaut und ist sogar auf Deutsch einstellbar. Eine umfangreiche Suchfunktion, Cover, MP3Tag Verarbeitung und auch Veränderungen im Bereich des Bildschirmschoners und von Hintergrundbildern sind in diesem Programm möglich.
Als nächstes Gedanken gemacht wie ich am besten das Poster auf das Brett bekomme. Auch hier eine relativ einfache Lösung gefunden… Sprühkleber, geniale Erfindung...
Holzbrett eingesprüht, Poster drauf, zurecht geschnitten und fertig war die neue „Scheibe“
In den Türrahmen eingebaut (ein Lob an meinen Schreiner, hat auf den von mir ausgemessenen Millimeter gepasst) und man sieht schon ein erstes Ergebnis.

Dann den Touch Monitor wieder in die Tür eingebaut und dann sah das ganze schon sehr erfreulich aus.

Danach noch das Kabeldurcheinander im inneren des Gerätes sauber verlegt.

Musik auf die Festplatte kopiert und die Software gestartet. Auf diesem Bild sieht man die Übersicht im Bereich der einzelnen Alben sortiert nach Interpreten.

Auf dem nächsten Bild erkennt man was die Software macht wenn genügend Titel in der Playliste sind. Es wird auf Großbild umgeschaltet (den Zeitpunkt kann man einstellen) und das Cover wird mit Interpret, Titel, Album und Laufzeit des Titels angezeigt. Im Hintergrund wird das Albumcover in einem abgeschwächten angezeigt.

Auch über den ausgeschnittenen Teil des Posters wo der Monitor sitzt habe ich mir Gedanken gemacht. Zum einen ist der Desktophintergrund beim booten des PC´s sowie der Bildschirmschoner im Zenpoint Music Center Programm, der sich nach Beendigung der Playliste einschaltet, mit dem fehlenden Teil des Posters passgenau (hier ein großes Danke an Riiko) ins Zenpoint Programm und in Windows eingearbeitet.

Es war ein sehr interessantes und schönes Projekt dass ich hier gestartet habe und ich würde jederzeit wieder so ein Gerät bauen. Mein Sohnemann hat schon den Finger gehoben.
Hoffe euch gefällt der „kleine“ Beitrag und freue mich auf eure Kommentare und Fragen.
Gruß
Micha

