Erfurt – Es geht um die kriminelle Abzocke von unseren Gebührengeldern.
Marco
K. (43), ehemaliger Manager des Kinderkanals Ki.Ka, zweigte Millionen
Euro vom Sendebudget ab – um seine Spielsucht zu finanzieren.
ZUM PROZESSAUFTAKT UM DIE KIKA AFFRÄRE WURDE DER ANGEKLAGTE IN FUSSFESSELN INS ERFURTER LANDGERICHT GEFÜHRT.
Gleich
zu Beginn gestand der ehemalige Herstellungsleiter des Kinderkanals.
Der Staatsanwalt warf ihm Bestechlichkeit und Untreue in 48 Fällen vor.
Die Vorwürfe seien „voll umfänglich zutreffend".
K. könne sich aber nicht mehr an jeden einzelnen Fall erinnern und entschuldigte sich: „Ich bedauere mein Handeln zutiefst.“
Er
habe aber keinen anderen Ausweg gesehen, um seine Spielsucht an
Zocker-Automaten zu finanzieren. An nur einem Tag stopfte der Mann bis
zu 40000 Euro Gebührengelder in die Automaten!
Das Gericht hat für den Prozess vorerst vier Verhandlungstage angesetzt.