Beiträge von whoperp

    Hallo, Jonas,
    deshalb hatte ich von 5 Dioden gesprochen, weil die Z-Diode dazugehört. Sie ist im Schaltplan mit D209 bezeichnet, eine Z-Diode ZPY 82. Sie dürfte keinen Kurzschluss aufweisen. Wenn bei Deinem Gerät der Aufdruck auf der Diode noch gut lesbar ist und Du den Eindruck hast, dass die Lötstellen der Diode noch original sind, würde ich sie Durch Deinen Wert ersetzen. Sie verträgt 2W, während die ZPY 82 nur 1,3W verträgt.
    Ich werde aber noch einmal in anderen adp-Netzteil-Schaltplänen aus dieser Zeit nachschauen, was da verbaut wurde.
    Dass der Verdrahtungsplan nicht stimmt, ist ja wohl nichts Neues.
    Gruß
    Werner

    Ja, nette Überraschung am Morgen!
    Mit der Trennung vom Gerät hast Du gut reagiert. Zwischen Si -3 - Ausgang und Geräteanschluss gibt es ja - so wie ich das sehe - in erster Linie die 5 Dioden, die Du einer genauen Prüfung unterziehen solltest.
    Trafo und Entstörglied schließe ich aus, die liegen ja strommäßig vor der SI 3, da müssten SI 1 u. SI 2 ansprechen.

    Guten Morgen!
    Sehr interessant!
    Ich setze voraus, dass die Led auf der Mischerplatine jetzt wieder binkt, da das Gerät ja wieder ordnungsgemäß läuft.
    Nimm auch mal die Temperatur von T47 als Vergleichswert auf.
    Weiter bei ausgeschaltetem Gerät und abgetrenntem Vorwiderstand R71 die E -C -Strecke von T46 messen (in beiden Richtungen). Nach meiner Einschätzung müsste der durch sein. Dann nützen auch die Blinkimpulse an der Basis nichts mehr. Du kannst auch dazu alle Lampen entfernen, dann hast Du quasi eine Messung wie im ausgeloteten Zustand.
    Wenn Du Dein Ergebnis noch weiter absichern willst, kannst Du als Vergleichsmessung auch dasselbe an dem T47 vornehmen: den R70 einbeinig auszulöten, ist ja kein großer Akt.
    Noch was zum T46. Wenn er defekt ist und Du ihn ausgelötet hast und die Lampen entfernt sind, miss einfach mal vor die Einlöten des neuen die Strecke Kollektor - -24V. Da müsste ja, da die Lampen fehlen, der Widerstand unendlich sein. Ich traue der Geschichte nicht so richtig, ob sich da nicht irgendwie ein Kurzer eingeschlichen haben könnte. Kannst auch dann die Lampen Stück für Stück wieder reinschrauben
    und jeweils den Widerstand messen. Wenn dabei nichts Besonderes rauskommt, kannst Du noch den Hardcoretest machen und messen, wieviel Strom die Lampen schlucken. Dazu das Ampèremeter in Reihe Ausgang Spannungswandler - Kollektoranschlusspunkt T46 schalten. Rechne aus, wieviel A bei einer Lampe 12V/2W fließt.
    Wenn die Werte alle passen, dürfte dem neuen Transistor eigentlich nichts passieren.
    Viel Erfolg!
    Werner

    Hallo, Jonas,
    "Dass die ausgefallenen Lampen durch den ausgelöteten Tantal zu erklären sind, glaube ich nicht so richtig."
    Über meine Aussage von gestern bin ich etwas in Zweifel gekommen.
    Weil -wie Du schreibst- die über T 46 angesteuerten Lampen jetzt dauerhaft leuchten. Ich setze voraus, dass der Schalter nach wie vor auf "Blinken" steht, die Ansteuersignale für beide Transistoren kommen von IC 16, Pin 4.
    Deshalb als erstes prüfen, ob die Ausgangsspannung bei dem beschriebenen Fehlerzustand "steht". Wenn nicht, nochmal den neu eingelöteten Kondensator überprüfen. Wenn es wieder ein Tantal ist, auf die Polung achten. Du hast sicher festgestellt, dass hier nicht wie bei Elkos der Minus, sondern der Plus gekennzeichnet ist.
    Nur wenn die 12V-Spannung steht, können die IC's richtig arbeiten und das Blinksignal kann weitergeschaltet werden.
    Andererseits ist es sicher nicht richtig, dass der Transistor so heiß wird
    Wenn mit der Spannung alles stimmt, einfach mal den Basiswiderstand von T46 (R71 4k7k) einbeinig auslöten und beobachten, was passiert. Den Widerstand natürlich auch messen, ob sich der Wert verändert hat.
    Bin gespannt, was rauskommt.
    Gruß
    Werner

    Hallo, Jonas,
    Klasse, wie Du den Fehler gefundenen hast! Ein "blutiger Anfänger" bist Du sicher nicht mehr.
    Dass die ausgefallenen Lampen durch den ausgelöteten Tantal zu erklären sind, glaube ich nicht so richtig.
    Ich würde, wenn genug Platz da ist, einen Elko 10µ /16V einlöten.
    Zu den ausgefallenen Lampen kann ich im Moment nichts sagen; bin auswärts und hab keinen Schaltplan bei mir.
    Bis morgen.

    Werner

    Ich habe noch einmal im Schaltplan nachgeschaut und den C 50 nicht gefunden, wohl aber im Verdrahtungsplan. Soweit ich das erkennen kann, könnte es ein Abblockkondensator sein, die sich i.d.R an den Stromanschlüssen der IC's befinden und diese schützen sollen. Sie sind -wie die Stromanschlüsse selbst- oft nicht im Schaltplan eingezeichnet. Oft sind es Keramikkondensatoren mit 10 oder 100 nF.
    Mich würde interessieren, wie Du auf den Kondensator als verdächtiges Bauelement gekommen bist.

    Hallo,
    danke für die Weihnachtsgrüße; auch Dir noch einen schönen 2. Feiertag!
    Und natürlich meinen Glückwunsch und mein Kompliment, dass Du wieder einen Schritt (es scheint ja wohl ein entscheidender Schritt zu sein) weitergekommen bist. Deine Geduld und Deine Ausdauer haben sich ausgezahlt!
    Bin gespannt, wie es weitergeht!
    Gruß
    Werner
    PS Sollte der C50 ein Tantal sein, ersetze ihn nach Möglichkeit durch einen gleichwertigen Elko.

    Hallo, Jonas,
    das KÖNNEN Kondensatoren sein, sie müssen es aber nicht zwangsläufig sein. Durchgeschlagene Transistoren oder IC's kommen ebenfalls in Betracht.
    Jedenfalls hat sich Dein systematisches Vorgehen bewährt.
    In dem 70er Bereich wird die Verzweigung der 12V- Spannung schon um einiges komplexer. Um Dir einen Überblick zu verschaffen, könntest Du Dir z. B. einen separaten Ausdruck dieses Bereiches machen und die Verzweigung farbig einzeichnen. Dann hast Du einen besseren Überblick, wo die Spannung überall hingeht. An anderer Stelle hatte ich schon erwähnt, dass nicht alle Möglichkeiten der Verzweigung im Schaltplan eingezeichnet sind. Das betrifft z. B. die Stromversorgung der IC's. Wenn Du z.B. IC 15 betrachtest, das jeweils zur Hälfte in Pos. 72 und Pos. 74 erscheint, kommst Du, wenn Du alle eingezeichneten Pins zusammenrechnest, auf 14.
    Hier kommst Du zum Datenblatt: https://www.reichelt.de/dual-bipolar-t…gLWUvD_BwE&&r=1.
    Öffnest Du das Datenblatt, siehst Du die genaue Pinbelegung: Vcc (Plus) auf Pin 14 und GND (Minus) auf Pin 7. Hier ist also die Stromversorgung im Schaltplan erkennbar. Bei IC 16 ist dies z.B. nicht der Fall.
    Bei IC 15 kann man gut nachvollziehen, dass die IC's direkt, d. h. ohne Vorwiderstand an der Stromversorgung hängen. Damit wird die Problematik deutlich. Ein interner Kurzschluss eines IC's kann zu einem Verhalten des Spannungsreglers führen, dass seine Ausgangsspannung einbricht. Ein anderes Beispiel wäre die Kollektor - Emitter - Strecke eines Transistors, wenn sie unmittelbar an der Stromversorgung hängt und durchgeschlagen ist.
    Noch ein Gegenbeispiel: In Pos. 75 / 76 siehst Du, dass der 12V-Kreis den 70er Bereich verläßt, gekennzeichnet durch Mot+ 58. Hier liegt aber R 67 dazwischen. Bedingt durch den Widerstand kann hier kein so massiver Spannungseinbruch erfolgen.
    Bevor man mit irgendwelchen Messungen anfängt, empfiehlt es sich, die kritischen Bauteile genau unter die Lupe zu nehmen. Bei IC's und Transistoren kann man manchmal Risse erkennen, schwarze Verfärbungen auf der Platine deuten auf eine erhöhte Temperatur hin. Bei den Kondensatoren sind es oft die Elkos und Tantals, die durchschlagen (Tantalperlen sind dann oft schwarz, Elkos allerdings verändern ihr Äußeres seltener).
    Ansonsten hat sich ja das Abtrennen von Stromzweigen bisher bewährt. Wo es technisch einfach zu realisieren ist, würde ich es auch machen. Es ist der einfachste Weg, den Fehler einzugrenzen.
    Viel Erfolg und Geduld
    Gruß
    Werner

    Hallo, Jonas,
    immerhin wieder ein kleiner Schritt in Richtung Fehlerquelle. Ich würde jetzt ganz systematisch vorgehen. Ich orientiere mich dabei am Schaltplan. Bei Pos. 70/71 siehst Du, dass der 12V-Kreis sich zum ersten Mal teilt. Ein Zweig bleibt im 70er Bereich, der andere zeigt in Richtung Pos. 41.
    Ich würde jetzt einen der Zweige -da, wo es technisch am leichtesten möglich ist- abtrennen und dann beobachten, ob die Spannung steht oder einbricht.
    Dann würde klar, in welchem der beiden Zweige Du weitersuchen musst.
    Gruß
    Werner

    Guten Morgen,

    wenn der neu eingelötete 2812 am Ausgang ebenfalls keine 12V hat, liegt natürlich der Verdacht nahe, dass es primär nicht an dem Spannungsregler liegt. Sondern der Ausgang wird von einem Verbraucher dermaßen in den Keller gezogen, dass die Spannung so dramatisch absackt.
    Im Schaltplan (Pos.71) siehst Du, dass parallel zum Ausgang noch 2 Stabilisierungselkos geschaltet sind (C48 u. C.49) Wenn z. B einer von denen durchgeschlagen ist, würde sich das in dem oben beschriebenen Einbrechen der Spannung und in einem sich schnell aufheizenden Spannungsregler äußern.
    Dazu hast Du folgende Prüfmöglichkeiten: Im Schaltplan siehst Du, dass der Ausgang des 2812 über eine Steckverbingung (AA6 BE12) mit der übrigen Schaltung verbunden ist.
    1) Wenn es technisch möglich ist, diese einzelne Steckverbingung zu unterbrechen und der Fehler bleibt, werden die Elkos SEHR verdächtig.
    2) Du kannst nacheinander jeweils ein Beinchen der Elkos herauslöten und beobachten, ob sich am Messergebnis was ändert.
    3) Den ausgeloteten Spannungsregler kannst Du auch noch einmal testen, in dem Du mit Krokoleitungen die 15V am Gerät abgreifst und mit Eingang und GND des Spannungsreglers verbindest. Ist der Wert am Ausgang i. O., liegt es nicht am Spannungsregler.
    Viel Erfolg
    Werner

    Da verdichtet sich der Verdacht natürlich, dass sich der Fehler auf der Steuereinheit befindet. Mich wundert, dass die Schutzdiode D130 nicht durchschlägt. War die erste, die Du getauscht hast, wirklich durchgeschlagen? Hast Du beim Einlöten der neuen alles richtig gemacht? Polung? Vielleicht ist durch die Lötarbeit ein Kurzschluß entstanden? Ist der Steckanschluß SIGNALNETZ i. O.?
    Wenn es wirklich die Steuereinheit ist, sehe ich nur 2 Möglichkeiten: Austausch durch eine funktionierende aus einem Schlachtgerät, oder eine Anfrage bei Fraehnky machen, das ist der absolute Experte für weiße Steuereinheiten.
    Schaltpläne gibt es nicht. Eigenreparatur ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
    Gruß
    Werner

    Hallo,
    hast Du das Netzteil für sich getestet, d. h. es ist nur durch den entsprechenden Stecker mit dem Trafo verbunden, alle anderen Stecker zum Gerät sind abgezogen? Dann hättest Du evtl. eine Aussage darüber, ob der Fehler nicht schon im Netzteil selbst zu suchen ist. Wie ich Deiner Beschreibung entnehme, scheint mir vom Messergebnis D 130 i. O. zu sein, sie scheint also nicht wegen zu hoher Stromaufnahme der Steuereinheit durchzuschlagen.
    Gruß
    Werner

    Hallo, Jonas,
    um nochmal genau abzuklären, ob der 2812 defekt ist.
    Stelle Dir den Spannungsregler auf dem Rücken liegend vor, die erhabene Seite zeigt zu Dir. Dann hast Du von links nach rechts
    PIN 1 Eingangsspannung (15-30V)
    PIN 2 Gnd (gemeinsam für 1 u. 3)
    PIN 3 Ausgangsspannung ( 11,5 - 12.5 V)
    Wahrscheinlich ist der also auch hin. Der abgerauchte Transistor hat ihn wohl auf dem Gewissen.
    Gruß
    Werner