Beiträge von whoperp

    Hallo,
    prüfe die Steckverbindung des Zählwerkes. Das ist insofern wichtig, da das Signal der Lichtschranke nicht direkt zur Steuereinheit gelangt, sondern über die Zählwerkadapter-Platine. Also am Zählwerk, am Eingang und Ausgang der Zählwerkadapter-Platine und an der Steuereinheit prüfen. Weiterhin messen, ob an Pin 1 u. 2 des Zählwerksteckers 12V anliegen, das ist die Stromversorgung der Lichtschanke.

    Die IR-Diode hat einen Vorwiderstand 330 Ohm 1/2 Watt. Ist der OK?. Wenn man irgendwie mit der Digicam die IR-Diode in den Sucher bekommen kann, müsste man sie leuchten sehen.

    An Pin 1 u. 3 des Zählwerksteckers (Kollektor und Emitter des Fototransistors der Lichtschranke) messen, ob sich die Spannung beim Auf- oder Abzählen verändert.
    Gruß
    Werner

    Schau Dir das Datenblatt an. 1.Von der Basis zum Kollektor und von der Basis zum Emitter, immer mit der gleichen Polung messen. 2.Auch Kollektor-Emitter-Messung durchführen. Am besten eine Tabelle anlegen, damit Du die Werte vergleichen kannst: 1.bei einer Polung etwa 500-800 Ohm, bei der anderen unendlich. 2. bei einer Polung unendlich, bei der anderen 500-800 Ohm
    Bei der Vergleichsmessung ist wichtig, dass die Bedingungen gleich sind; immer die gleiche Messstrecke mit der gleichen Polung messen!
    Die Transistoren auch von ihrem Äußeren her begutachten: Risse, Absplitterungen u.ä.

    Zieh die Motorstecker ab, dann beeinflussen die Wicklungen nicht das Messergebnis. Alle 12 Transistoren sind gleichbeschaltet, also müssen die Messergebnisse überall gleich sein. Hier müsste also die Vergleichsmessung zeigen, ob ein Transistor defekt ist. Unmittelbar vor den Motorwicklungen sind noch Dioden geschaltet, die kannst Du auch prüfen, außerdem haben die 15V-Spannungseingänge der Motoren noch Stabilisierungselkos (220µF/40V).
    Gruß
    Werner

    "Es sollten eigentlich ja nur 3 Motoren sein."

    Du hast natürlich Recht! Da stimmt was in meinen Unterlagen nicht! Meine I/O-Einheit hat die Nummer 219 295, die vom TAKE 7 sollte aber die Nummer 209 295 haben; diese besitze ich leider nicht.
    Aber Du hast doch geschrieben, dass Du die TU des Gerätes als Scan hast, da müsste der Schaltplan dann dabei sein. Wenn ja, bitte ich um einen Scan dieser I/O-Einheit. Meine kannst Du haben, wenn Du willst.

    Die Ansteuerung der Motoren ist aber im Prinzip gleich: Schieberegister - Leistungstransistor - Schrittmotor

    ABER: Von Deiner Seite aus scheint es auch eine Verwechslung zu geben:
    "Die Transinstoren wo ich getauscht habe waren dann wohl andere. Es waren 3 Größere (220mF)" Hier werden Transistoren mit Elektrolytkondensatoren (Elkos) verwechselt. Die Leistungstransistoren haben die Bezeichnung BD 679, es müssten pro Motor 4 sein. Sie sind auf der I/O-Platine, nicht auf dem Netzteil.
    Wenn Du sie mit dem Multimeter prüfst, müssten sie alle die gleichen Werte haben.
    Gruß
    Werner

    Auf dem Schaltplan I/O Einheit 95-II siehst Du ganz oben die 4 Motoren abgebildet, mit der Bezeichnung ihrer Position. Darunter sind jeweils 4 Tansistoren, die die einzelnen Wicklungen der Motoren ansteuern. Diese Transistoren werden wiederum von 2 Schieberegistern bedient, die im Schaltplan mit E12 und E11 bezeichnet sind. Das bedeutet, dass in jedem dieser Bausteine (CD 4094) ein Schieberegister integriert ist, das für 2 Motore zuständig ist.

    Hier kannst Du Dich etwas über die Funktion informieren:
    http://www.cmos4000.de/cmos/4094.html
    Im Schaltplan ist der serielle Datenstrom mit kleinen Pfeilen gezeichnet. Er kommt vom Stecker STEUEREINHEIT, wird dort als "data out" bezeichnet. Die Daten sind also wie eine Kette hintereinander angeordnet (seriell), werden dann in das Schieberegister geladen und in Portionen von 8 Bits gleichzeitig ausgeworfen (parallel). Es gekt also um die Umwandlung serieller in parallele Daten.
    Im übrigen kannst Du beobachten, wie dieser serielle Datenstrom die gesamte I/O Einheit durchläuft und am Stecker STEUEREINHEIT als "data in" wieder in Richtung Steuereinheit zurückfließt.
    Zu den Bausteinen:
    Sie sind hochempfindlich, statische Aufladungen von Dir können sie schon zerstören; deshalb nicht an den Beinchen anfassen. Vom Elektronikhandel werden sie deshalb geschützt geliefert, entweder auf leitfähigem Schaumstoff (dadurch sind alle Beinchen untereinander kurzgeschlossen) oder in Kunststoffgehäusen. Am besten 16pol. Sockel mitbestellen, dann ist ein späterer Austausch schnell durchgeführt.

    Meine Lieferanten für solche IC's sind entweder KESSLER Electronic oder REICHELT.

    Gruß

    Werner

    Beim TAKE 7 ist die Sache etwas speziell, da hier I/O-Einheit und Motoreinheit zusammengefasst sind. Diese Platinen findet man nicht so häufig.

    Wenn Du die Leistungstransistoren für die Schrittmotore schon geprüft hast, kommen als Steuerelemente vor den Transistoren die beiden Schieberegister E11 u. E12 (4094) in Frage. Sie versorgen mit ihren Parallelausgaben die Transistoren. Wenn Du die TU von dem Gerät hast, müsstest Du darin unter MESSHILFEN eine Anleitung zur Prüfung der Schiebekettenregister finden. So jedenfalls ist es in anderen TU aus dieser Generation. Dazu braucht man die Servicetastatur, die Du ja jetzt hast.

    Gruß

    Werner

    "3. Bei karriertem Feld, kein d. Dong aber 2 Euro"

    s. Schaltplan ganz rechts GEWINNABTASTUNG

    hier N14 Die Nocke hat 2 Schaltmöglichkeiten:

    1. Der Schalter geht nach links. Je nachdem, wie AU3 geschaltet ist, wird der Stromimpuls über N7 nach A2,- oder über ÜK2 nach "VZ auf" geleitet. Da Du schreibst, dass 2DM gegeben werden, ist dieser Strompfad wohl i.O. . Dadurch, dass 2DM gegeben werden, weißt Du gleichzeitig, dass N14 mit Gewinnstrom versorgt wird. Dieser kommt von oben von der Fünfecknocke (geschlossen bei kariertem Feld, geht dann über P3 (ein Kontakt des Periodenrelais, der bei Serie geschlossen ist) zu N14.
    2. Der Schalter von N14 geht nach rechts; der Strom fließt dann über diese Leitung nach rechts, dann runter zum Gong. Du siehst gleichzeitig, dass an dieser Leitung alle Gewinnnocken von N11 bis N20 hängen.

    Jetzt zum Nockenplan: N14 schließt zum ersten Mal bei etwa 11,5 Sek. (schraffiertes Feld). Wenn Du Dir die Gewinnnocken N11-N20 anschaust, schließen die alle zu der Zeit und lösen den Gong aus.
    N14 schließt zum zweiten Mal bei etwa 15 Sek. und gibt den entsprechenden Stromimpuls für den 2DM-Gewinn.

    Du solltest also zum einen überprüfen, ob N11 bei 11,5 Sek. richtig schließt und ob der Kontakt leitungsmäßig Verbindung zum Gong hat. zwischen N14 und dem transparenten Anschluß am Gong muß es piepsen.

    Hallo, Dieter,
    fangen wir mit
    "Aber keine Leuchtanzeige 1 bis 10, alle 4 Si sind ok."
    an. SI fürs Licht insgesamt: 6,3AmT

    SI speziell für das Serientableau: 0,63A flink. Du schreibst, dass die SI ok sind. Sicherungshalter auch? Keine Kontaktschwierigkeiten?

    Der klassische Fehler bei den Rotomaten dieser Generation: Kontaktprobleme am Serientableau. Das ist die richtige Aufgabe für den Mechaniker! Chassisausbau ist für Dich ja kein Problem. Dann geht es weiter. Die Platine, auf der sich die Lampen der Serienanzeige befinden, muss runter, weil Du an die Rückseite musst.

    Die Querstange, die im Weg ist, abschrauben, ebenso die beiden Stabilisierungswinkel. Die eine 10er Lampenmaske, unter der Du eine Schraube siehst, muss ab. (für die Lampenmaske 4 Schrauben, die an der Rückseite der Platine mit Muttern und Scheiben gesichert sind)

    Jetzt die 3 Schlüsselschrauben und die Schraube, die unter der Lampenmaske sitzt, abschrauben. Jetzt müsste die Platine locker sein. Wie es mit den Kabelverbindungen beim ASTOR ist, habe ich nicht so genau im Kopf. Vielleicht hat der schon einen Klemmstecker.
    Du siehst jetzt die Rückseite der Platine, die zu reinigen ist, und diesen Schaltfinger, durch den die einzelnen Lampen angesteuert werden. Die Achse, auf der der Schaltfinger sitzt, geht in den Periodenzähler, den Du gut von hinten sehen kannst. Bei Serien, dreht der Zähler die Achse (man hört die typischen Geräusche der Schaltschritte), der Schaltfinger schließt dabei die entsprechenden Kontaktpunkte auf der Platine. Bei gezogenem Netzstecker kannst Du mit dem Finger durch Drücken auf die beiden Bügel das Auf- und Abzählen und die entsprechende Drehungen des Schaltfingers gut sehen
    Der Schaltfinger sollte auch sorgfältig gereinigt werden, auch die Federchen: VORSICHT! Wenn Du ihn abnimmst, Dir genau die Position, damit der Finger nachher wieder die richtigen Felder trifft.
    Im Schaltplan siehst Du entsprechendes im linken oberen Viertel. Direkt an der Sekundärseite des Trafos die Lampensicherung für die 11V der Lampenspannung. Unmittelbar nach der Sicherung zweigt die Stromversorgung für den Schaltfinger nach rechts ab. In einer Art Fächer sind die Kontakte der Platine dargestellt, nicht alle, sondern nur die wichtigen, die für Serienverlängerungen gebraucht werden. Es sind auch nicht alle Lampen dargestellt, sondern nur drei, die Skala unmittelbar vor der 0,63A Sicherung zeigt aber, dass es 20 sein sollen. Die rechte Seite der Lampen ist mit dem 2. Anschluß der Sekundärseite des Trafos verbunden, somit ist der Stromkreis geschlossen.

    Die ganze Geschichte ist eine aufwändige Reparatur. Weil es mir anfangs passiert ist, dass nach Einbau des Chassis die Kontaktschwierigkeiten immer noch da waren, mache ich vor Einbau einen Test mit einer externen 12V Stromversorgung. (Natürlich bei ausgeschaltetem Gerät) Dazu die 0,63A-SI ausbauen, sonst brennen noch andere Lampen mit. Der eine Anschluss der 12V-Quelle kommt an die Stromversorgung des Schaltfingers, also nach der 6,3SI, der zweite Anschluß an die Hälfte des Sicherungshalters (0,63A), die Verbindung zu den Lampen hat.

    Jetzt kann ich mit dem Finger den Periodenzähler hoch- und runterschalten und dabei beobachten, ob alle Lämpchen brennen

    "Er zahlt dann auch 10 oder 20 Pfennige aus - Dann folgt fehler EG"

    Wie Du sicher weißt: EG=kein Geld in den Röhren.
    Das mag sein, aber wie bekommt die CPU die Mitteilung? Wenn Du Dir den Auszahlmechanismus anschaust, siehst Du, dass die Münzen von einem Motor durch einen Schlitz nach außen geschoben werden. Dabei schieben sie einen Federmechanismus zur Seite (ein Drahtbügel, auf dem ein Kunststoffnippel sitzt) Dieser Federmechanismus ist ein Schalter. Die CPU hat die Info "Motor läuft, Münze wird rausgeschoben". Diese Info wird durch das Schließen des Schalters bestätigt, was bedeutet: es sind Münzen in der Röhre, Auszahlung kann weitergehen.
    Was aber, wenn dieser Schalter defekt ist? Dann nützen die Münzen in der Röhre nichts, das Gerät zeigt EG an.

    Der Schalter besteht aus zwei Drähten, die durch die Münze in Berührung gebracht werden. Bei Geräten, die länger nicht in Betrieb waren, sind diese Drähte oft oxidiert, so dass sich der beschriebene Fehler ergeben kann.

    Das Auseinanderbauen des Auswurfmechanismus' ist etwas heikel, deshalb rate ich zunächst zu einem ganz einfachen Mittel: mit einem Schraubendreher o.ä. diesen Drahtbügel 100X oder mehr zur Seite schieben. Dadurch können sich die Drähte selbst reinigen, vielleicht verschwindet so der Fehler.

    Gruß

    Werner

    Hast Du die Scheiben im ausgeschalteten Zustand mal mit dem Finger bewegt? Gibt es Unterschiede im mechanischen Widerstand? In den seltensten Fällen sind es die Schrittmotoren selbst. Der einfachste Test ist hier das Umstecken der Motoranschlüsse.
    Den Sender der Lichtschranke solltest Du durch die digicam sehen.
    Gruß
    Werner

    Hallo,
    Du kannst versuchen, ob Du im Service-Programm vielleicht Fehlercodes erfährst.

    Leider besitze ich von dem Gerät keine TU.
    Was ich jetzt schreibe, bezieht sich auf den triomint CHANCE. Da das Gerät ebenfalls von 1982 ist, könnte es vielleicht von der Bedienung her dem Super ähnlich sein.
    -Bei Stillstand des Gerätes Schiebeschalter an der Steuereinheit auf "Service" stellen.
    Dann Rückgabetaste drücken.
    Danach den Schiebeschalter wieder auf "Normal" stellen.-
    So in etwa die Anweisung aus der technischen Anleitung des CHANCE.
    Bei jetzt erscheinenden Anzeigen ist nur die 2.Stelle wichtig. Die weiteren Erklärungen zu schreiben, führt etwas zu weit.
    Am besten wäre es vielleicht, wenn Du mir per PN Deine Mailadresse mitteilst. Dann schicke ich Dir einen Scan der Technischen Anleitung.
    Gruß
    Werner

    Das ist schwierig zu beantworten.
    Jetzt wäre eine Servicetastatur sicher hilfreich. Dann könntest Du ins Service-Menu und gezielt Tests machen, um den Fehler einzugrenzen.
    Was passiert, wenn Du 40 Pfennig einwirfst und das Spiel endet ohne Gewinn?
    Gruß
    Werner