So, nun ging es in die Tiefen der Technik… Ich sagte ja „Playstation mit Münzgrab“ (wie ich auch gerne die Multigambler abwertend bezeichne), aber ein „Scheinefresser“ kommt auch rein!
Der Taiko leuchtet und blinkt so schön, den wollte ich jetzt nicht aufgeben.

Aus diesem Grund habe ich mich mal etwas intensiver mit der Datenübertragung auseinander gesetzt.
Die Daten, die in die Verschlüsselungsplatine gehen, waren mir einfach zu kompliziert.
Darum habe ich die Platine abgezogen und ein Lauschadapter zwischen gesetzt und den Datenverkehr zwischen Taiko und Verschlüsselungsplatine abgehorcht.
So war ich in der Lage, den Taiko OHNE Automat aber mit einem PC zu steuern!

Es war nun Zeit, für den ersten Anstrich! Die dämliche Farbe braucht ewig zum trocknen und bis der Anstrich endlich „matt“ ist, dauert es fast 4 Tage… Nie wieder lösungsmittelfreie Farbe!
Ach ja, ich habe die Ecken und Kanten der Box nun auch mit einer Schleifmaus schön eben und glatt geschliffen. Meine "Sägekünste" mit der Handkreissäge sind nicht die besten 

Die Farbe trocknet und so ging ich auf das „Münzgrab“ los! 
Der verbaute Prüfer war ein serieller und verschlüsselter Prüfer… der gleiche „Spaß“ , wie mit der Taiko-Verschlüsselungsplatine? Nein Danke! Ich habe mir einen G-40.0611 und den dazu passenden ZickZack-Turm organisiert! Der Prüfer hat einen parallelen Anschluss und ist somit leichter zu handhaben. Keine Komplizierte Verschlüsselung!

Die ganze Geld-Geschichte steuert später ein ArduinoUNO, darum habe ich mir für jede Komponente einen passenden Adapter gebaut. So wie hier der vom Münzprüfer:

Die Auswerfer vom Münzturm bedient der Arduino über eine Relais-Karte direkt. Die Turm-Elektronik habe ich komplett von den Auszahlmagneten getrennt. Von der Turm-Elektronik werde ich später nur die Lichtschranken verwenden. Hier mal meine ganze Geld-Verwaltungs-Elektronik.
Ich habe fast nur ADP-Steckverbinder und Kabel verwendet 

Und hier mal der gesamte Aufbau. So wie es da steht, funktioniert auch alles!
Geldscheinerkennung, Münz-Erkennung, Auswurf… alles gesteuert über nur einen USB-Anschluss!

Taiko, Münzturm und Adapter kamen nun ins Gerät. Langsam wird es verdammt eng da drinn.
Die Kassenrutsche passt leider nicht mehr, da der ZickZack-Turm andere Auswürfe am Rand hat, als der verbaute Profitech-Turm. Diese Rutsche befördert abgewiesene Münzen in die Auszahlschale und Münzen aus dem Überlauf in die Kasse.

Der Kabelkanal ist mittlerweile wieder richtig voll und ich musste für die Auszahlspulen zusätzlich ein 24V-Netzteil einbauen. Die Spulen ziehen 5 Ampere!
Praktischerweise hat das Loch für das Toplight genau den richtigen Durchmesser, um einen 80x80 Lüfter da drauf zu montieren, das auch die warme Stauluft abgezogen wird.

Kleine Änderungen musste ich noch an meinem Arduino-Shield vornehmen. Fast alle Ports sind nun belegt.

Bis ich eine passende Kassenrutsche aufgetrieben habe, tun es auch erst mal übergangsweise ein paar passend gesetzte Winkel. Die vorhandene Rutsche wurde dafür etwas verkürzt.
Sieht nicht schön aus, aber es funktioniert! Aber zum Glück ist schon eine passende Rutsche unterwegs!

Das PC-Netzteil passt leider nicht bündig unten in den WT310-Schacht, darum hängt das Netzteil genau auf der Kante. Damit die warme Abluft nicht ins Gerät zieht, habe ich mit stabilen Alu-Klebeband (nein, das ist KEIN Gaffa!) die Verbindung nach unten abgedichtet.
Die warme Abluft strömt also wie im originalen nach unten raus.

Nun geht es an die obere Scheibe… die halben Risiko-Leitern sehen nicht wirklich toll aus.
Ich habe die obere Scheibe mittels CAD erfasst. Auch die Aussparungen für den Münzeinwurf und dem Taiko dürfen nicht fehlen!

Ich bin froh, das ich einen Folien-Plotter und reichlich Folien habe!
Zwar kann ich „nur“ 29,5cm breit plotten, aber zweitteilig ist auch nicht so schlimm!

Auf Glas kann man die Oracal-Folie herrlich blasenfrei und millimetergenau „nass verkleben“!

Kiste-In-Black! Ok, wegen dem Blitz sieht man leider, das unten „nur“ gestrichen wurde.
Ohne Blitz fällt das aber nicht auf, wenn man davor steht. Ich habe am Abschnitt vom Holz mal versucht, wie die Folie darauf wirkt. Leider sieht man dann deutlich die Maserung und halten tut es auch nicht wirklich.

So ganz in Schwarz sieht mir die Kiste zu langweilig und depressiv aus.
Also kommt nun Farbe ins Spiel!

Ein Schriftzug und ein paar Motive sollen die Front etwas aufpeppen!
Im TS und per Live-Video habe ich mit Micha die Farben und die Position der Motive abgesprochen.
Ich habe für so was nicht gerade ein gutes Händchen 

Die Motive sind nun drauf und schon wirkt die Kiste nicht mehr Langweilig!
Nun zieren Pac-Man, einer der Geister, Mario, ein Space-Invader, ein Pikachu (aus der ersten Gameboy-Version), Donkey Kong und ein Frogger-Auto die Front.

Die Tasten und das Pult bleiben natürlich auch nicht „nackt“.
Auch hier war ich mit meinem Plotter wieder aktiv!

Natürlich darf die beliebte „MusikBox-Software“ von Zen Point nicht fehlen! 
Aktuell kommt der Ton aus 2 AktivBoxen, die oberhalb des Gerätes angebracht sind, aber da das Mainboard auch einen digitalen Audio-Ausgang hat, wird bald meine Hifi-Anlage mit daran hängen.

Ich kann diese Software wirklich nur empfehlen! Auf einem Doppelmonitor-Gerät kommt die richtig gut rüber! Musikvideos werden zum Beispiel auf dem oberen Bildschirm wieder gegeben.

Und hier nun der aktuelle Stand! Unten läuft gerade das Amiga-Spiel "Jump 'n' Roll".

Es sind noch zwei Taster („Menü“ und „Exit“) dazu gekommen, da ich die für mein Software-Launcher brauchen werde.
Diese Software, die auch die Geld-Geschichte steuert und die Spiele starten wird, schreibe ich selber.
Die Spiele selbst lasse ich z.B. auf Mame für die klassischen Arcade und WinUAE für die Amiga-Spiele laufen, da ich diese Emulatoren mit Script-Befehlen starten kann!
Das Hintergrundbild auf dem oberen Monitor habe ich zusammengebastelt, basierend auf den alten Merkur-Multi-Logos, immerhin ist ja auch ein Großteil der Technik von ADP!
Hoffentlich lässt sich ADP mal dazu inspirieren, auch mal Multi-Arcade-Geräte zu bauen, mit Spielen, die uns damals in den Spielotheken gefesselt haben. Oder wie in meinem Fall, die wir gerne gespielt hätten, denn ich durfte in diese Hallen noch nicht rein … war da noch keine 18.
Ach wär das schön, dann hätte ich auch ein Reiz in Spielotheken zu gehen 
Na ja, wie dem auch sei. Ich bin noch lange nicht fertig! Viele Kleinigkeiten sind noch nicht fertig und einiges ist noch in Planung! Demnächst werde ich hier dann weiter berichten und auch ein Video werde ich dazu noch drehen 
Also bis dahin! 